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Freitag, 08.09.2017, 20:00 Uhr MEC Halle 04 Saale Bulls : Dresdner Eislöwen  

mz-web.de: Show mit ein paar Tränen

Show mit ein paar Tränen

 

Von GOTTFRIED SCHALOW
Die Saale Bulls feiern eine große Wiedersehens-Party zu ihrem zehnjährigen Bestehen. Die Legenden haben nichts verlernt und freuen sich über drei Tore. Am Ende sind sie trotzdem ganz schön platt.
 

Die Mannschaften bedanken sich nach dem Spiel bei den Fans im Eisdom an der Messe.  (BILD: Stefan Röhrig)

HALLE/MZ. 

Einer konnte seine dicken Tränen nicht zurückhalten, der Nächste freute sich auf ein Bier danach, der Dritte dachte an seine handwerklichen Fähigkeiten, die ab heute beim Abbau des Zeltprovisoriums an der Bruckdorf-Messe gefragt sind. Begleiterscheinungen einer großen Eishockey-Jubiläums-Party. Einer gelungenen Show rund um das zehnjährige Bestehen der Saale Bulls mit einem Spiel der Legenden, älteren Herren, die nach langer Abstinenz mal wieder Eis unter den Füßen hatten.

 

Der Reihe nach. Die dicken Tränen, Freudentränen vergoss Mario Schoppa, genannt Junky. Er hatte die Idee, ein Spiel der aktuellen Mannschaft gegen eben jene älteren Herren des Eishockey-Jahrgangs 2004 zu organisieren. Sonst eher im Hintergrund, war Mario Schoppa diesmal die Hauptperson mitten auf dem Eis, mitten im Scheinwerferlicht. Er überreichte, sichtlich nervös, die obligatorischen Sektflaschen für die besten Spieler beider Mannschaften. Symbolisch gingen die an die beiden Kapitäne Benjamin Thiede und Georgi Kimstatsch. Eigentlich aber hätte Schoppa selbst den Sekt verdient gehabt, für diesen stimmungsvollen Nachmittag mit Halles fast vollzählig versammelter Eishockey-Familie.

Miklik trifft noch mal

Nebensächlich fast, aber doch irgendwie logisch, dass das Spiel über zweimal 15 Minuten 3:3 endete. Martin Piecha, Thiede und Eric Wunderlich für die aktuellen Saale Bulls, Marco Blazyczek, Martin Miklik und Martin Prada für die Legenden, ließen sich als Torschützen feiern. Bemerkenswert, dass die Legenden einen 0:3-Rückstand aufholten. Zum Teil mit hochroten Köpfen, wegen der ungewohnten Anstrengung. Blazyczek war einer derjenigen, der tatsächlich zum Schluss auf Reserve lief und eben deshalb danach dringend Bierdurst hatte.

„Ich habe vor sieben Jahren mit Eishockey aufgehört und danach nie mehr großartig auf dem Eis gestanden. Klar ist man nach so einem Spiel fix und fertig“, sagte „Blase“, der einst zum legendären Zwergen-Sturm (so genannt wegen der Körpergröße) mit Kimstatsch und Jedrzej Kasperczyk gehörte. Martin Prada, ein anderer aus den Anfangstagen der Saale Bulls, hatte sogar seinen sieben Jahre alten Sohn Marlon mit nach Halle gebracht. Miklik, der über ein Jahr fast verschollene einstige Torjäger, wurde nur Dank der Recherchen eines Edelfans aus dem vorzeitigen Ruhestand zurückgeholt.

„Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut, der zu diesem tollen Nachmittag gekommen ist“, so ein ebenso sichtlich gerührter Präsident Daniel Mischner, der selbst in Gedanken an die Anfangszeiten des Vereins versunken schien. In eine Zeit, in der es nach seinen Worten eben doch „noch viel persönlicher, privater“ zuging.

Schlappi wird gebraucht

Einer, für den sich an diesen Nachmittag ebenfalls ein ganzer Sack voller Erinnerungen öffnete, das war der künftige Heimwerker. Der Trainer Uwe „Schlappi“ Liebetrau, ebenfalls vom ersten Tag an dabei. Und auch für die nahe Zukunft nicht wegzudenken. „Von wegen Urlaub. Ab Montag wird das Zelt hier abgebaut. Da werde ich gebraucht“, so „Schlappi“ nach dem letzten Spiel des Jahres. So ist er eben, immer da, unverzichtbar. Vieles wird sich bei den Saale Bulls in der neuen Saison ändern, „Schlappi“ wird bleiben.

Daniel Mischner, Präsident der Saale Bulls (rechts), verabschiedet Stürmer Robin Slanina.

Daniel Mischner, Präsident der Saale Bulls (rechts), verabschiedet Stürmer Robin Slanina.  (BILD: Stefan Röhrig)

Das Jubiläumsspiel war auch der Abschied von Robin Slanina, der es sich nicht nehmen ließ, noch einmal das Trikot mit der Rückennumer 71 überzuziehen. Die große Fan-Party in der Tanzbar Palette, die dem Vernehmen nach noch andauerte, als es draußen längst wieder hell wurde, sie wurde auch zum Abschied von Slanina, der sein Glück in der DEL II sucht.


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