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mz-web.de: Sieg im Derby – Saale Bulls ziehen in der Tabelle an Leipzig vorbei

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Es war ein ordentlicher Stapel mit Eintrittskarten, den Holger Wilhelm am Sonntagabend ausgehändigt bekam. Der Geschäftsführer der Saale Bulls erhielt die Tickets vom Gegner zurück. Sie gehörten zum  Kontingent für Gästefans aus Leipzig, waren dort aber nicht abgerufen worden. Und wer weiß: Vielleicht war es ja so etwas wie eine Vorahnung der Anhänger aus der Messestadt.

Die Saale Bulls haben das Derby gegen die Icefighters Leipzig am Sonntagabend im heimischen Eisdom mit 4:1 gewonnen. Und mehr noch: Zum ersten Mal seit Monaten zogen sie mit dem Sieg in der Tabelle am Erzrivalen vorbei. Der schien vor einigen Wochen noch unerreichbar entrückt.

Doch die Vorzeichen im mitteldeutschen Eishockey haben sich gedreht. Während die Icefighters die sechste Niederlage in Serie kassierten, feierten die Bulls den fünften Sieg im sechsten Hauptrundenspiel. „Es läuft einfach bei uns“, meinte Maximilian Spöttel nach dem Spiel. „Wir glauben im Moment an uns.“

Trotz der Aussicht darauf, den Konkurrenten zu überflügeln, kamen die Bulls aber nur schwer ins Spiel. Leipzig wirkte giftiger und ging schon in der zweiten Minute in Führung. Patrick Raaf-Effertz traf. Es dauerte gut zehn Minuten, ehe die Gastgeber richtig auf Betriebstemperatur kamen. Das aber mit Erfolg. In Überzahl gelang Tim May der Ausgleich (13.).  Mit 1:1 ging es auch in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt bekamen die Saale Bulls die Partie zusehends besser in den Griff, standen gegen die nachweislich offensivstarken Leipziger hinten stabil – und setzten vorn Nadelstiche. Als der Leipziger Michal Velecky zur zweiten Strafzeit für die Gäste raus musste, schlugen die Gastgeber erneut zu. Jan Niklas Pietsch traf mit einem Flachschuss von der blauen Linie (22.). „Die Special Teams haben den Unterschied gemacht“, analysierte Saale-Bulls-Trainer Dave Rich. Sprich: Die Bulls hatten in Über- und Unterzahl immer die besseren Antworten an diesem Tag als die Leipziger.

Spätestens im zweiten Drittel waren die Gastgeber tatsächlich im Derbymodus angekommen. Und den brauchte es zum Ende auch. Kapitän Kai Schmitz musste wegen eines Stockschlags vom Eis. Spieldauerdisziplinarstrafe plus fünf Minuten Unterzahl (35.).

Doch was folgte, waren beispielhafte knapp sechs Derby-Minuten bis zur zweiten Pause. In den fünf Minuten mit einem Mann weniger auf dem Eis hielten sich die Bulls schadlos. Und als sie in der Schlussminute endlich wieder vollzählig waren, vollstreckte Maximilian Schaludek. Er traf nach Vorarbeit von Nathan Burns zum 3:1 (40.). „Das Tor war so wichtig für uns“, meinte Rich, „zwölf Sekunden vor Ende des Drittels.“

Im Schlussabschnitt begannen die Leipziger besser, rissen das Spiel an sich, fanden aber in der seit Wochen erprobten Defensivtaktik der Hallenser ihren Meister. „Wenn sich jeder an dieses System hält“, meinte Rich, „dann schlagen wir, wenn wir in Führung liegen, jedes Team.“

Denn vorn klappt es ja auch mit defensiver Ausrichtung. Maximilian Spöttel traf per Rückhand zum 4:1 (50.) – der Endstand. (mz, 14.01.2018)

 


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