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mz-web.de: Sofortige Trennung – Warum Stürmer Marvin Tepper nicht mehr Teil des Teams ist

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Es ist schon mehr als bemerkenswert, was sich da seit Mittwochabend auf der Facebook-Seite der Saale Bulls abspielt. Dort verkündete der Verein die sofortige Trennung von seinem Stürmer Marvin Tepper – und tatsächlich fanden sich auf der sonst ja gern von Nörglern und Querulanten genutzten Plattform ausschließlich positive Kommentare.

„Gebt Leuten eine Chance, die es auch wirklich verdient haben und die bereit sind, Eishockey zu spielen“, hieß es da. Oder: „Alles richtig gemacht.“ Oder: „Rechtzeitig erkannt von den Verantwortlichen.“

Saale Bulls Präsident Mischner: „Saale Bulls und Marvin passen nicht zusammen“

Die Saale Bulls haben sich mit sofortiger Wirkung von Marvin Tepper getrennt. „In gegenseitigem Einvernehmen“, wie der Verein betont. Und Präsident Daniel Mischner ergänzt: „Wir mussten einfach erkennen, dass die Saale Bulls und Marvin nicht zusammenpassen.“

Kein Nachkarten, kein böses Blut, das ist dem Verein wichtig. Dabei war die Personalie Tepper von Beginn an kontrovers. Der Stürmer ist fraglos mit herausragendem Talent gesegnet. Menschlich gilt er aber als extrem schwierig.

Und dem Vernehmen nach eckte der Angreifer auch bei den Bulls innerhalb der Mannschaft gewaltig an. Es soll Unmut gegeben haben über Tepper, der sich selbst zu einem Wortführer in der Kabine ernannt hatte, auf dem Eis aber mitunter durch Unlust und fehlenden Einsatzwillen auffiel.

Schon nach der ersten Niederlage Ende September gegen Duisburg hieß es aus dem unmittelbaren Mannschaftsumfeld: „Tepper ist der Spieler, der Gorbi den Kopf kosten wird.“

Saale Bulls Coach Kimstatsch übernimmt Verantwortung für Marvin Tepper

Gekommen ist es umgekehrt. Gorbi – das ist Trainer Georgi Kimstatsch. Der 40-Jährige gilt in der Mannschaft als sehr beliebt, führt das Team mit einer freundschaftlichen, von Loyalität getriebenen Art.

Kimstatsch war es, der Tepper trotz dessen Ruf nach Halle lotste. Der Angreifer hatte seit 2010 elf Mal den Verein gewechselt, spielte dabei für acht Teams – und blieb nie für eine ganze Saison. Trotzdem war der Coach überzeugt von ihm und betonte vor der Saison: „Ich übernehme die volle Verantwortung, wenn es nicht klappt.“

Es hat nicht geklappt. Und auch wenn der Verein außer dem neutralen offiziellen Statement keinerlei Kommentare zur Trennung abgibt, war es offenbar Kimstatsch, der am Ende den Schlussstrich zog.

Arbeitsrechtlich kein Problem, weil Tepper nach MZ-Informationen ohnehin eine Probezeit im Vertrag verankert hatte, die eine sofortige Trennung ermöglichte.

Ersatz für Marvin Tepper kommt aus Hannover

Vakant ist die Stelle im Angriff übrigens nicht geblieben. Zeitgleich mit der Tepper-Personalie gaben die Saale Bulls die Verpflichtung von Maximilian Schaludek bekannt.

„Wir kennen ihn schon eine Weile“, sagt Vereinschef Mischner. „Wir wollten ihn schon im Sommer holen, da war er schon einmal hier in Halle, hatte sich dann aber anders entschieden.“

Schaludek kann mit seinen 22 Jahren auf die Erfahrung von zehn DEL-Spielen für Wolfsburg und 86 DEL-2-Spielen für Bremerhaven zurückblicken. In dieser Saison stand er bisher für die Hannover Scorpions auf dem Eis. Und genau dorthin wird er an diesem Freitag zurückkehren – als Stürmer der Saale Bulls. (mz, 27.10.2016)

 


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