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mz-web.de: Eishockey-Verband hebt Sperre auf – Kai Schmitz im Viertelfinal-Endspiel wieder dabei

 

Von Christian Elsässer

  • Die Saale Bulls können im fünften Spiel mit Kai Schmitz planen
  • Die Sperre für den Verteidiger wurde reduziert
  • Vorangegangen war eine Auseinandersetzung mit dem Teamarzt

Halle (Saale) – Kai Schmitz ist ein Technik-Freak. Für den Verteidiger der Saale Bulls ist sein Smartphone ein Stückchen weit auch Karriere-Archiv. Reichlich Fotos und Videos hortet er beispielsweise darauf. Und so finden sich dort natürlich auch jene Szenen, die sich am Karsamstag in Bayreuth abgespielt und die ihm eine Matchstrafe inklusive Sperre eingebracht hatten.

Kleine Unsportlichkeiten

Am Montagabend, am Rande des spektakulären 7:4-Sieges der Saale Bulls im vierten Playoff-Duell mit dem EHC Bayreuth zückte Schmitz das Handy öfter als sonst. Er zeigte das Video jener umstrittenen Szene. Immer wieder. Und man darf davon ausgehen, dass  die Existenz dieses Mitschnitts am Ende dafür gesorgt hat, dass die Sperre am Montag aufgehoben wurde.

Geschäftsführer Holger Wilhelm erhielt die Botschaft in einem Telefonat mit dem Deutschen Eishockey Bund (DEB). Der hatte zuvor nach Auswertung von Videos und Anhörung der Beteiligten zugunsten von Schmitz entschieden.

Entspannungspolitik

„Sie haben aus der Matchstrafe eine Spieldauer-Strafe gemacht“, berichtet Schmitz. „Damit reduziert sich die Sperre von zwei auf ein Spiel und ich kann am Mittwoch in Bayreuth wieder spielen.“

Man darf die Entwicklung im Fall Kai Schmitz wohl auch ein Stück weit als Entspannungspolitik der beiden Vereine deuten. Die hatten sich im Verlauf der vier Spiele doch einige kleinere und größere Unsportlichkeiten auf uns abseits des Eises geleistet. An der Spitze  standen dabei aber jenes üble Foul an Kai Schmitz in Spiel drei und dessen Folgen.

Heftiges Foul an Schmitz

Bayreuths Andreas Geigenmüller hatte dem Verteidiger in der 32. Minute aus vollem Lauf einen Stockcheck in den oberen Rücken verpasst. Schmitz blieb verletzt liegen, klagte über  Nackenschmerzen, wurde aber ohne Untersuchung vom Bayreuther Teamarzt hoch gezogen. „Der Arzt hat mir vorgeworfen, ich würde nur simulieren“, erzählte der Verteidiger. Daraufhin stieß Schmitz den Mediziner leicht weg – und kassierte wegen einer Tätlichkeit an einem Offiziellen jene Matchstrafe, die  mindestens zwei Spiele Sperre bedeutet.

Die ganze Szenerie ist auf Video festgehalten. Kai Schmitz hortet den Mitschnitt auf seinem Smartphone. Ebenso wie eine SMS-Korrespondenz mit Bayreuther Offiziellen vom Montag. Darin, so erzählt er, zeigten sich die Franken bemüht, den Druck vom Kessel zu nehmen.

Stellungnahme an den DEB

Ob dabei auch die Erkenntnis eine Rolle spielte, dass das Verhalten nach dem Foul nicht sauber war, bleibt Spekulation. Fakt hingegen ist: Die Bayreuther ließen in ihrer offiziellen Stellungnahme an den DEB wissen, dass sie Schmitz’ Aktion nicht als Tätlichkeit oder gar Bedrohung gegen den Mediziner werteten.

Der Verband reagierte entsprechend. Schmitz ist ab sofort wieder spielberechtigt. Was bleibt, ist viel Aufregung aus der Emotion heraus. Und ebenso eine saubere und faire Aufarbeitung des Falls nach den Emotionen. Eishockey-Spieler würden es vermutlich am treffendsten so beschreiben: Es sind halt Playoffs. (mz, 29.03.2016)


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