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mz-web.de: Starker Saisonstart – Gelöste Stimmung beim Spitzenreiter MEC

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Jakub Wiecki hatte sich doch gewaltig verändert. Der polnische Eishockey-Spieler der Saale Bulls hatte am Dienstag beim Training des Oberligisten wegen eines Infekts gefehlt – und entsprechend blieb sein Platz auch am Abend bei der Kabinenparty der Mannschaft leer.

Also machten sich die Teamkollegen kurzerhand einen kleinen Spaß: Sie bauten eine Puppe als Nachbildung. Mit einem Fußball als Kopf. „Das Puppenbauen hat in Eishockey-Kabinen ja Tradition“, erzählte Verteidiger Kai Schmitz.

Spontane Party in der Kabine

Klingt ein bisschen nach einem Pennälerscherz. Doch sowohl der Puppenbau als auch die Party als solche erzählen eine Menge über die Stimmung bei den Saale Bulls. Die sind seit Sonntag Tabellenführer der Oberliga. Und weil Präsident Daniel Mischner als Belohnung für die fünf Siege aus sechs Spielen eine Kiste Bier spendierte, lag das Gute doch so nah: eine spontane Party in der Kabine.

Man mag im ersten Moment die Nase rümpfen über Profisportler mit einer Flasche Bier in der Hand. Doch in einem Mannschaftssport gibt es nun einmal weiche Faktoren, die über Taktik- und Konditionsbolzen hinausgehen. Das Zwischenmenschliche ist elementar. Und genau das scheint bei den Saale Bulls aktuell zu funktionieren.

„Jeder in der Kabine freut sich wie ein kleines Kind über die Tabellenführung“

„Du merkst, dass der gute Saisonstart dem Team ein wenig den Druck genommen hat“, sagt Vereinspräsident Mischner. „Es herrscht absolut entspannte Stimmung. Jeder in der Kabine freut sich wie ein kleines Kind über die Tabellenführung. Daran merkt man, dass das für die Jungs nicht nur irgendein Job ist.“

Auch Kai Schmitz bestätigt das. „Menschlich ist das eine richtig gute Truppe“, sagt der Verteidiger. Und er spricht zugleich ein großes Lob an den Trainer Georgi Kimstasch aus. „Die gute Stimmung geht zu weiten Teilen von ihm aus. Es ist ja nicht so, dass bei uns gerade nur Halli-Galli herrscht. Wir arbeiten richtig hart. Vor der Kabinenparty hatten wir zwei brutale Einheiten, erst im Fitnessstudio, dann auf dem Eis. Doch dem Trainer ist es ganz wichtig, dass es auch menschlich funktioniert im Team.“

Also mischte sich Kimstatsch, der vor einigen Jahren mit seinen Spielern Schmitz und Alexander Zille noch selbst im Saale-Bulls-Kader gestanden hatte, auch kurzzeitig selbst unter das Partyvolk.

Fünf Tore im Schlussdrittel – ein 0:3 ist gedreht

Wer daraus ein gewachsenes Vertrauen zwischen Trainer und Mannschaft liest, liegt vermutlich nicht falsch. Und vielleicht ist es genau das, was das Team auch auf dem Eis an sich glauben lässt. Denn bei allem sportlichen Erfolg. Nicht alle Auftritte waren von großem Glanz. Gegen Braunlage taten sich die Hallenser vorige Woche Freitag schwer.

Am Sonntag lagen die Bullen beim Underdog in Timmendorfer Strand anfangs sogar mit 0:3 zurück. „Aber selbst nach dem dritten Gegentor hatte ich nie einen Zweifel daran, dass wir das Spiel gewinnen“, erzählt Kai Schmitz. „Wir haben uns auch in der Kabine nicht die Köpfe eingeschlagen.“ Am Ende stand tatsächlich ein 8:4-Sieg, mit fünf Toren im Schlussdrittel.

Jubiläum für Gunkel und Wunderlich

Von der Tabellen-Konstellation her gehen die Saale Bulls als Favorit in die Partie gegen die Hannover Indians – es ist das Spiel Erster gegen Siebter. Tatsächlich aber trennen die beiden Teams nur drei Punkte. Und: Die Indians haben ihre beiden Saisonniederlagen bei den absoluten Spitzenteam Herne und Duisburg kassiert.

Die Partie wird das 18. Aufeinandertreffen beider Vereine, nur sechs Mal konnten die Saale Bulls die Indians besiegen. Auch aus den neun Heimspielen resultierten nur vier Siege. Statischer Hoffnungsschimmer: Aus vier der letzten fünf Spiele gingen die Saale Bulls als Sieger hervor.

Für zwei Bulls-Spieler ist dieser Freitag ein Jubiläum. Stürmer Philipp Gunkel bestreitet sein 100. Pflichtspiel für die Hallenser, Verteidiger Eric Wunderlich läuft zum 333. Mal in einem Pflichtspiel für die Saale Bulls auf.

Spitzenspiel gegen Hannover Indians

So gehen die Saale Bulls an diesem Freitag als Spitzenreiter in das Duell mit den bisher sehr starken Hannover Indians. Und Kai Schmitz verspricht: „Eine Saison ist so lang, da kannst du nicht immer Vollgas gehen und passt dich einem schwächeren Gegner auch mal an. Gegen die Indians werden wir eine ganz andere Mannschaft sein als gegen Braunlage und Timmendorf.“ (mz, 13.10.2016)


    Januar 2018
MDMDFSS
1 2 Saale Bulls Halle - Hannover Scorpions 3 4 5 Füchse Duisburg - Saale Bulls Halle
Füchse Duisburg - Saale Bulls Halle
6 7 Saale Bulls Halle - Tilburg Trappers
8 9 10 11 12 Hannover Indians - Saale Bulls Halle 13 14 Saale Bulls Halle - EXA Icefighters Leipzig
15 16 17 18 19 Saale Bulls Halle - ESC Wohnbau Moskitos Essen 20 21
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