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mz-web.de: Dank Überzahl – Strafzeiten der Falken sichern Bulls den Sieg

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Mitunter spielt sich Fairplay im Verborgenen ab. Fernab vom großen Publikum. In der ersten Drittelpause des Eishockey-Oberliga-Spiels der Saale Bulls gegen die Harzer Falken zogen sich Schiedsrichter und die beiden Trainer am Freitagabend kurzzeitig zurück.

Es gab Redebedarf für den Harzer Coach Norbert Pascha, selbst ehemaliger Torwart der Hallenser. Weil sich seine Spieler gegenüber den Unparteiischen reichlich unflätig verhalten hatten, entschuldigte sich Pascha unter sechs Augen für das Verhalten seines Teams.

Es war wohl so etwas wie Ironie des Schicksals, dass kurze Zeit später ausgerechnet eine weitere Undiszipliniertheit der Falken das Spiel zugunsten der Saale Bulls kippen ließ. Die Gastgeber gewannen nach wenig berauschender Leistung mit 3:2. Auch, weil sie sich der steten Hilfe des Gegners sicher sein durften.

„Es hat heute ganz viel gefehlt“, analysierte Saale-Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch. „Der Gegner ist eigentlich leicht zu spielen, aber wir haben es zu kompliziert versucht.“ Die Strafzeiten der Harzer Falken wollte er dabei nicht überbewerten: „Das ist halt die Spielweise dieses Teams.“ Doch genau diese Spielweise war am Ende mitentscheidend.

Harzer Falken gehen in Führung

Schon die frühe Führung der Bullen durch Igor Bacek (16.) sorgte für reichliche Proteste der Gäste, die den Puck nicht hinter der Linie wähnten. Trotz des Unmuts drehten sie das Spiel durch Tore von Thomas Schmid (17.) und Alexander Engel (22.) – um sich nach dem Ausgleich der Gastgeber durch Alexander Zille (28.) dann selbst entscheidend zu schwächen.

Dylan Quaile brachte es fertig, zwei Strafzeiten für zwei verschiedene Vergehen zu sammeln und nach zusätzlichem Meckern vier Minuten plus zehn Minuten Disziplinarstrafe zu sammeln. Und genau diese vier Minuten Überzahl nutzten die Bulls zur Führung. Bacek traf zum 3:2 (34.).

Kimstatsch: „Hauptsache drei Punkte“

„Wir waren heute nicht überzeugend, nicht jeder war bei hundert Prozent“, räumte Torschütze Zille ein, dessen dritte Reihe allerdings durchaus positiv auffiel. Und Zille, der Rekordspieler des Vereins, der zuletzt in Rostock als Verteidiger hatte aushelfen müssen, war für sich rundum glücklich, wieder auf angestammter Position glänzen zu können.

„Ich habe ja ein bisschen Erfahrung, die mir hilft, auch als Verteidiger zu spielen, aber da vorn fühle ich mich schon wohler. Ich bin mit meiner Leistung heute zufrieden.“

Was nun wirklich nicht für das ganze Team galt. Trainer Kimstatsch wollte deshalb nur ein Fazit ziehen: „Hauptsache drei Punkte. Es gibt solche Tage, und da gilt es, einfach irgendwie zu gewinnen.“ (mz, 07.10.2016)

 


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