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mz-web.de: Benjamin Thiede – Ex-Saale-Bulls-Kapitän beendet seine Karriere

 

Von Christian Elsässer

Halle (Saale) – Die Botschaft hatte die Frischvermählte kurz und bündig auf den Punkt gebracht. „We are so Thiede now“, schrieb Oksana Thiede vorige Woche Samstag auf Facebook. Darüber das Foto, das sie und ihren Ehemann Benjamin nach der Trauung in Moskau zeigte.

Für den langjährigen Profi des Eishockey-Oberligisten Saale Bulls hat also ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Auch sportlich. Thiede wird seine Karriere nach 17 Profisaisons beenden. „Nach all den Jahren reicht es – mein Körper ist nicht mehr wie vor ein paar Jahren“, ließ er aus den Flitterwochen auf Mauritius wissen.

Ein Führungsspieler
Mit Benjamin Thiede verlieren die Saale Bulls eines ihrer bekanntesten Gesichter. Der 35-Jährige trug 478 Mal das Trikot der Hallenser, schoss 142 Tore und bereitete exakt 200 Tore vor. 537 Minuten verbrachte er in seiner aktiven Bullen-Zeit auf der Strafbank.
Wie wichtig seine Rolle immer war, beweisen folgende Zahlen: 135 Mal war er Kapitän der Mannschaft, 234 Mal trug er das A als Assistenzkapitän auf der Brust. Thiede feierte mit den Saale Bulls drei Meisterschaften und vier Pokalsiege.Eishockey ist ein beanspruchender Sport. Thiede musste das erfahren. „Nach all den Operationen sind die Knie hin“, sagt er. „Ich hatte Glück, die letzte Saison schmerzfrei zu überstehen. Und mein größter Wunsch war, mit Schlittschuhen von Eis zu gehen und nicht als Verletzter aufzuhören.“ Das hat geklappt.Für den Verein ist der Umbruch nur logisch. „Benni fühlt sich verständlicherweise noch als Spieler“, sagt Trainer Georgi Kimstatsch, „aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, dass sich ein Team weiterentwickeln muss. Die Mannschaft verändert sich, wir setzen vermehrt auf junge Spieler, auch aus unserem eigenen Nachwuchs.“

Was an einer Sache nichts ändert: Benjamin Thiede kam menschlich eine wichtige Rolle im Team zu. Seit 2007 trug der nun 35-Jährige das Trikot der Hallenser, war lange Zeit Kapitän oder Assistenzkapitän. Ein Führungsspieler, dem das Wohl des Teams am Herzen lag.

„Er hat wirklich nie gemault“

Bestes Beispiel: Auf seine alten Eishockey-Tage wechselte Thiede immer wieder zwischen Abwehr und Angriff, je nachdem, wo es gerade personell eng war. Dass er schon in der vergangenen Saison nur noch als Standby-Spieler dem Kader angehörte, fiel kaum auf, er stand in 42 Partien im Kader. „Und er hat wirklich nie gemault, wenn er dann mal keine Einsatzzeiten bekommen hat“, betont Kimstatsch. „Benni hat sich immer als Teamplayer verstanden.“

Diese Rolle wird er auf gewisse Weise weiter einnehmen. Er behält die Rolle des Equipment Managers, Benjamin Thiede organisiert die Ausrüstungen für alle Spieler des Kaders. Damit hatte er schon in der vergangenen Saison angefangen. „So ist er immer noch sehr nah dran und gehört in der Kabine dazu“, betont Trainer Kimstatsch.  (mz, 25.07.2016)

 


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