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mz-web.de: Václav Meidl – Was sich die Saale Bulls vom neuen Angreifer versprechen

 

Halle (Saale) – In der Stunde vor dem Nachmittagstraining herrschte am Mittwoch munteres Treiben im Athletikraum des Eisdoms. Alle Spieler des Eishockey-Oberligisten Saale Bulls waren eingeteilt, sich in dem kleinen Raum direkt neben der Mannschaftskabine Blut abnehmen zu lassen. Ein Routine-Gesundheitscheck für die Profis.

Für Vaclav Meidl war der Weg freilich eine Premiere. Gemeinsam mit Stürmer-Kollege Igor Bacek verließ er um kurz vor halb zwei als einer der Letzten den Athletikraum, um sich für das Training umzuziehen.

Auf gewisse Weise passte der Pflichttermin nur zu gut. Die Saale Bulls brauchten frisches Blut für ihre Mannschaft – und sie haben es bekommen. „Der erste Eindruck ist sehr gut“, meinte Trainer Georgi Kimstatsch. Meidl sei mit seiner Körpergröße von 1,93 Metern und seinem Kampfgewicht von gut 100 Kilogramm ein überaus körperlicher Spieler. Dazu technisch gut ausgebildet. „Er hat schon im ersten Training ein paar schöne Tore gemacht“, sagt Kimstatsch.

Václav Meidl stand kurz vor einer NHL-Karriere

Die Vita des Offensivspielers liest sich in der Tat gut. 2004 wurde Meidl für die NHL gedraftet. In dem alljährlichen Auswahlverfahren der Top-Klubs verpflichteten ihn die Nashville Predators. „Es war damals ein richtig guter Jahrgang“, erinnert er sich – Nummer eins unter den Talenten war damals Alexander Ovechkin, der heute zu den größten Stars der NHL gehört. Seine eigene Nummer weiß er auch heute noch ganz genau: „Ich wurde an Position 81 gezogen. Ich war danach dreimal in Nashville zu Trainingscamps.“

Ins Team geschafft hat er es freilich nicht. Trotzdem blieb Meidl insgesamt über vier Jahre in Nordamerika, was sich heute vor allem darin zeigt, dass er fließend Englisch spricht. Seit 2006 spielte er in der tschechischen Heimat, ehe er 2016 unter die Exoten ging: Er wechselte nach England zu den Manchester Phoenix. „Es war ein gut dotiertes Angebot“, erzählt er. 

Václav Meidl soll in einer Reihe mit Bacek stürmen

Aber die Strukturen in Englands Eishockey sind schwierig, erst recht in einer Stadt, die gleich zwei Fußball-Spitzenklubs hat. Irgendwann, so berichtet Meidl, haperte es dann mit der Bezahlung, also sprach sein Berater in Halle vor. „Wir hatten auch noch mit anderen Spielern verhandelt“, sagt Kimstatsch. Doch der Trainer war überzeugt, dass Meidl als körperlicher Stürmer dem Team am meisten hilft.

Geplant ist der Tscheche als Mittelstürmer in der zweiten Reihe, an der Seite von Igor Bacek. Wer der dritte Stürmer sein wird, lässt sich Kimstatsch noch offen. „Johannes Ehemann ist eine Möglichkeit oder Maximilian Schaludek.“ 

Jakub Wiecki wechselt zu den Füchsen Duisburg

Im Gegenzug hat Jakub Wiecki die Bulls verlassen. Der 27-Jährige Angreifer wechselt zum Oberliga-Rivalen Füchse Duisburg. Der Pole war erst im vergangenen Sommer nach Halle gekommen. Für die Bulls lief er in 31 Spielen auf und kam auf neun Tore, sowie 13 Vorlagen. In bislang 303 Oberligaspielen konnte Wiecki 297 Scorerpunkte erzielen. Die Scorerpunkte verteilen sich auf 120 Tore und 177 Assists. (mz, 25.01.2017)

 

 


    November 2017
MDMDFSS
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20 21 22 23 24 Saale Bulls - EC Harzer Falken 25 26 Tilburg Trappers - Saale Bulls
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