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mz-web.de: Vereine kämpfen um Aufstiegsrecht

HALLE (SAALE)/MZ. Es war alles so perfekt und so effektvoll geplant am späten Freitagabend. Und doch wollte bei der Meisterfeier für die Saale Bulls in der proppenvollen Volksbank-Arena kein rechter Jubel aufkommen. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Schock-Nachricht verbreitet, dass es nach dem Willen einiger Funktionäre im deutschen Eishockey in diesem Jahr keinen Aufsteiger in die zweite Bundesliga geben soll. „Im Prinzip können wir jetzt aufhören“, sagte noch am Abend Saale-Bulls-Kapitän Benjamin Thiede mit der Meistermedaille um den Hals. Der sichtlich geschockte Vereins-Präsident Daniel Mischner ergänzte: „Es ist ein Wahnsinn. Ich glaubte, schon alles erlebt zu haben im deutschen Eishockey. Aber es gibt tatsächlich immer noch neue Horror-Szenarien.“

Bis Sonntagabend gab es keinen neuen Sachstand. Die Oberliga West verweigert einem möglichen Aufsteiger nach wie vor die Freigabe für die zweite Bundesliga, alle übrigen Landesverbände haben sich mit dem Westen solidarisch erklärt. Auch für die Saale Bulls wäre damit der Weg zum Aufstieg verbaut. „Wir sind die Leidtragenden der Machtkämpfe auf Funktionärsebene. Der Club ist an die von den Verbänden vorgegeben Strukturen gebunden“, heißt es in einer am Wochenende herausgegeben Mitteilung der Saale Bulls. Dennoch hoffen sie in Halle weiter auf eine Einigung in letzter Minute. „Der beschrittene Weg in die zweite Bundesliga führt nur über eine sportliche Qualifikation, die wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln und mit voller Kraft so schnell wie möglich realisieren wollen.“

Eine breite Protest-Front formiert sich inzwischen in der Oberliga West bei den Kassel Huskies und den Löwen aus Frankfurt. Ausgerechnet in der Liga, deren Liga-Obmann Markus Schweer den Aufstiegs-Boykott angedroht hatte. „Wir sind nicht gewillt, uns zum Spielball oder Druckmittel in einem Machtkampf der Eishockey-Verbände machen zu lassen. An die verantwortlichen Entscheidungsträger können wir nur dringend appellieren, endlich zur Vernunft zu kommen und Entscheidungen zu treffen, die dem Sport dienlich sind“, heißt es in einer Erklärung des Präsidiums der Kassel Huskies. Stefan Krämer, der Geschäftsführer der Frankfurter Löwen, drohte sogar mit dem Gang vors Gericht, sollte es bei der Verweigerung des Aufstiegsrechts durch die Dachverbände im deutschen Eishockey bleiben: „Wir haben gute Anwälte. Wir werden sie dumm und dusselig klagen.“

Seit Sonntagabend steht auch endgültig die Staffeleinteilung für die Aufstiegsspiele zur zweiten Bundesliga, vorausgesetzt, sie beginnen wie vorgesehen am Freitag. Die Saale Bulls spielen gegen Frankfurt, Bad Nauheim und Rostock. In der zweiten Staffel trifft Leipzig auf Kassel, Duisburg und Timmendorfer Strand.

Im letzten Oberliga-Spiel gab es für die Saale Bulls am Sonntag eine 2:5-Niederlage bei Fass Berlin.

 
 

    Dezember 2017
MDMDFSS
     1 TecArt Black Dragons - Saale Bulls 2 3 Saale Bulls - ECC Preussen Berlin
4 5 6 7 8 Hannover Indians - Saale Bulls 9 10 Saale Bulls - Füchse Duisburg
11 12 13 14 15 Herner EV - Saale Bulls 16 17 Saale Bulls - Crocodiles Hamburg
18 19 20 21 22 Saale Bulls - EXA IceFighters Leipzig 23 24
25 26 EXA Icefighters Leipzig - Saale Bulls 27 28 Saale Bulls - ESC Wohnbau Moskitos Essen 29 30 31
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