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mz-web.de: Vertragsauflösung bei den Saale Bulls – Michael Hrstka hat das Heimweh gepackt

 

Von Enrico Werner
Michael Hrstka löst Vertrag bei den Saale Bulls auf und wechselt zurück in seine alte Heimat nach Essen. Bulls-Trainer Ken Latta zeigte sich nach der plötzlichen Entwicklung überrascht.

Halle (Saale). Michael Hrstka war gerade im Auto und stand im Stau als ihn der Anruf der MZ erreichte. Der Eishockey-Spieler war auf dem Weg nach Essen. Das erklärte auch umgehend die Frage, was da am Montag so plötzlich geschehen war. Mit einer knappen Mitteilung teilte der Eishockey-Oberligist Saale Bulls mit, dass der Vertrag mit dem Verteidiger „in gegenseitigem Einvernehmen“ aufgelöst wurde. Michael Hrstka wollte zurück in seine alte Heimat.

Vertrag in Essen bis Saisonende

Der 29-Jährige wechselt zurück zum Liga-Konkurrenten Moskitos Essen, für den er bereits in der vergangenen Saison spielte. Erst einmal unterschrieb Hrstka bis Saisonende. Es ist ein plötzlicher Abgang, der auch den Verein auf dem falschen Fuß erwischte. „Das war für mich überraschend“, sagt Bulls-Trainer Ken Latta. Er selbst habe auch erst am Montag erfahren, dass Hrstka wechselt. Der Verteidiger selbst stellt klar: „Der Impuls kam von mir.“

Unfriede zwischen Hrstka und dem Verein gab es nicht. „Es gab keinen Krach“, meint der Verteidiger. „Ich kann da nichts Negatives sagen. Es gab keinen Zwang, die Zusammenarbeit zu beenden.“ Latta bestätigt das. „Sein Charakter ist einwandfrei. Er hat sich professionell verhalten, hat alles versucht.“

Näher zur Heimat

Viel mehr seien es die weichen Faktoren gewesen, die Hrstka zu seinem Entschluss geführt hatten. „Meine Frau war ein großer Faktor. Sie wohnt in Köln.“ Er wollte sie öfter sehen als nur alle zwei Wochen. „Wohlfühlfaktor“, nennt er das. Näher an der Heimat zu sein, war dem gebürtigen Leverkusener wichtiger geworden.

Auch Latta hatte das gespürt. „Er hatte vielleicht ein bisschen Heimweh“, sagt er. „Er war nicht zu 100 Prozent dabei.“ Um dann nachzuschieben: „Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch.“

Denn der Deutsch-Tscheche wurde im Sommer als Leistungsträger nach Halle gelotst. 50 DEL- und über 60 Zweitligaeinsätze brachte er als Empfehlung mit. Ursprünglich war er für die erste Reihe vorgesehen. Aber: „Er hat Schwierigkeiten gehabt. Vielleicht war die erste Reihe zu viel“, meint Latta. Der Headcoach setzte ihn zuletzt in die dritte Reihe. Und dort wusste er durchaus zu gefallen. „In den letzten zwei bis drei Wochen habe ich Positives gesehen“, erzählt Latta. Er hatte sogar den Plan, ihn wieder weiter vorne einzubauen. Umso überraschender kam also auch für Latta Hrstkas Flucht.

Kein Zusammenhang mit Schmitz

Aber, und das wollten Hrstka und Latta unisono klarstellen: Mit Kai Schmitz, der letzte Woche an die Saale wechselte, hat Hrstkas Wechsel nichts zu tun. Gerne hätte Latta mit beiden Verteidigern weitergearbeitet. „Ich will nicht, dass es heißt, wir hätten Michael Hrstka für Kai Schmitz geopfert“, sagt er. Im Gegenteil. Durch Hrstkas Abgang hat Latta nun wieder nur sieben nominelle Verteidiger. Benjamin Thiede soll im Angriff bleiben. Bei vier geplanten Reihen muss also ein Defensiv-Spieler Doppelschichten abreißen. (mz, 17.11.015)


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