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mz-web.de: Wechsel von Leipzig nach Halle Kai Schmitz spielt wieder bei den Saale Bulls

Kurz vor dem ersten Derby gegen die Icefighters gelingt den Saale Bulls ein Transfer-Kracher: Vereinsidol Kai Schmitz wechselt von Leipzig zurück nach Halle.
Halle (Saale). Es war mehr als nur eine Hotelzimmer-Tür, die da am Montag ins Schloss gefallen ist. Kai Schmitz hatte seine Siebensachen zusammengepackt und aus seinem Leipziger Hotel ausgecheckt. Doch was nach einer Banalität klingt, war für den Eishockey-Verteidiger tatsächlich ein großer Schritt. Denn mit der Hotel-Tür schloss sich zugleich auch ein Kapitel.
Kai Schmitz spielt nicht mehr für die Icefighters Leipzig in der Oberliga. Er wechselt mit sofortiger Wirkung zurück zu den Saale Bulls. Im Derby am Sonntag wird er zwar noch nicht für die Hallenser auflaufen, doch sein Transfer ist gemachte Sache. Sein Weg zurück zu dem Verein, den er über Jahre als Spieler geprägt hat; zu dem Verein, bei dem er noch heute – unabhängig von den Trikots, die er getragen hat – der unangefochtene Publikumsliebling ist. „Halle – das ist einfach mein Zuhause“, sagt er.
Icefighters Leipzig legen Schmitz keine Steine in den Weg
Das weiß man auch in Leipzig, also legte der Erzrivale seinem abwanderungswilligen Verteidiger auch keine Steine in den Weg. Am Sonntag suchte Schmitz das Gespräch mit Icefighters-Manager André Krüll. „Es war ein freundschaftliches Gespräch“, berichtet Schmitz. „Er hat sogar gesagt, dass er verstehen kann, warum ich den Weg nach Halle gehen möchte.“ Wobei Schmitz dann doch eines wichtig ist: „Es gab überhaupt keine Unstimmigkeiten oder Probleme im Team oder im Verein, ich habe mich in Leipzig wirklich wohlgefühlt. Aber ich muss auch an die Zukunft denken, daran, was nach der Karriere kommt.“ Und bei den Saale Bulls ist ihm auch nach seiner aktiven Zeit eine Aufgabe im Verein in Aussicht gestellt.
Die Saale Bulls sind eine Herzensangelegenheit für Kai Schmitz. Und weil das so ist, hat sich auch der Ärger der letzten Monate inzwischen verzogen. Mehr noch: Der Streit aus dem Sommer ist so etwas wie der Ausgangspunkt der Wiedervereinigung geworden.
Zur Erinnerung: Die Saale Bulls hatten seinerzeit in einer unglücklichen Pressemitteilung als unbeteiligter dritter Verein Schmitz’ Wechsel von Neuwied nach Leipzig veröffentlicht. Zwischen den Zeilen fühlte sich der Verteidiger als Söldner dargestellt. Schmitz war sauer, es herrschte Funkstille – bis vor ein paar Wochen.
„Ich hatte Kai um eine Aussprache gebeten, weil ich die Dinge so einfach nicht stehen lassen wollte“, erzählt Saale-Bulls-Präsident Daniel Mischner. Und das klärende Gespräch war so etwas wie der Anfang einer neu aufflackernden Liebe. Mischner selbst benutzt dieses Bild: „Das ist wie in einer Ehe, da fliegen vielleicht manchmal die Fetzen, aber am Ende findet man wieder zueinander.“
Seit Wochenbeginn hat Daniel Mischner viele Telefonate geführt mit André Krüll. Die Atmosphäre beschreibt er als kühl, aber professionell. Denn dass in Leipzig nicht gerade Begeisterung herrscht, einen Top-Verteidiger zu verlieren, ist offensichtlich. Auch Schmitz weiß das: „Ich bin mir darüber im Klaren, dass mein Wechsel mitten in der Saison für Leipzig zu einem unglücklichen Zeitpunkt kommt.“
Für Saale Bulls ein Imagegewinn
Für die Saale Bulls hingegen ist der Transfer ein weiteres personelles Stück für das Aufstiegspuzzle. „Wir haben uns schon im Sommer in der Abwehr richtig gut verstärkt“, sagt Trainer Ken Latta. „Irgendwann habe ich aber erkannt, dass uns noch ein weiterer Verteidiger gut tun würde. Ein Spieler, der körperlich, gegen den Mann verteidigt. Von dieser Kategorie hatte ich bisher nur Travis Martell und Gabriel Federolf.“
So kam Kai Schmitz ins Spiel. Sportlich ist er unstrittig eine Verstärkung. Das Raubein vergangener Tage ist Schmitz längst nicht mehr. In der laufenden Saison hat er für die Icefighters in acht Spielen acht Scorerpunkte geholt und nur sechs Strafminuten angesammelt. Spitzenwerte für einen Verteidiger.
Doch vielleicht noch mehr als das Sportliche wiegt der Imagegewinn. In seinen 307 Spielen für Halle hat sich Kai Schmitz den Status als unangefochtener Publikumsliebling erarbeitet. Unvergessen, als er nach seinem Gastspiel vorige Saison mit Neuwied im halleschen Eisdom noch fast eine Stunde lang nach dem Spiel mit den „gegnerischen“ Bulls-Fans auf dem Eis plauderte.
Nun trägt er selbst wieder das Trikot der Saale Bulls. Und er ist froh, dass sein Umweg beendet ist. „Als ich 2014 meinen Vertrag aufgelöst habe, weil mein Vater schwer krank war, hatte ich ja immer gesagt, dass ich zurückkomme, sobald es ihm besser geht“, sagt Schmitz. „Das hat dann leider nicht geklappt, nur deshalb habe ich den Umweg über Leipzig gemacht.“ Weil er unbedingt zurück in den Osten wollte.
Nun ist er doch zurück. Und Schmitz’ Freude ist groß. „Wenn auch über Umwege – ich bin einfach froh, wieder zu Hause zu sein. (mz, 10.11.2015)

    Dezember 2017
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