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mz-web.de: Wie gut sind die Saale Bulls wirklich?

VON GOTTFRIED SCHALOW Das Team zeigte in den Playoffs zwei völlig verschiedene Gesichter. Gegen Frankfurt konnten sie am Sonntag überzeugen.

Die Saale Bulls konnten sich am Sonntag in Frankfurt am Mainkaum noch vor Schulterklopfern retten. Respekt hatten sie sich verschafft, Anerkennung für das „wahrscheinlich beste Spiel, das wir in unserer Vereinsgeschichte gemacht haben“, wie es Co-Trainer Uwe Liebetrau formulierte. Liebetrau, der fast sein ganzes Leben beim Eishockey in Halle zugebracht hat, muss schließlich wissen, wovon er redet.

Dazu gab es noch ein ganz besonderes Lob. Eines, das so nicht zu erwarten war. „Ich habe mich gefreut für Halle. Nach allem, was ich gehört habe, war dieses Spiel zweitligareif. Und das ist für mich wieder einmal die Bestätigung dafür, dass es sich lohnt, den besten Mannschaften aus der Oberliga den Weg in die zweite Liga leichter machen.“ Gesagt hat das Alexander Jäger, Generalsekretär der Eishockey Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG).

Viel Lob, berechtigtes, für den couragierten Auftritt der Saale Bulls in Frankfurt, auch wenn das 3:4 im Penalty-Schießen verloren ging. Aber wie stark ist diese Mannschaft nun wirklich, denn nur zwei Tage zuvor gab es die peinliche 1:4-Heimpleite gegen Bad Nauheim. Zwei Spiele, so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

In Frankfurt haben die Saale Bulls gezeigt, dass sie mehr als nur eine vorzeigbare Sturmreihe mit Ivan Kolozvary, Troy Bigam und Robin Slanina zu bieten haben. Die zuvor heftig kritisierten zweiten und dritten Sturmreihen haben bewiesen, dass sie mehr können, als auf dem Spielberichtsbogen zu stehen. Martin Miklik kann nach wie vor entscheidende Tore schießen, Daniel Lupzig, Alexander Zille und Benjamin Thiede kämpften wie kaum jemals zuvor in dieser Saison. „Wir sind jetzt angekommen in dieser Aufstiegsrunde. Die Umstellung von der Oberliga auf die neuen hochkarätigen Gegner hat eben eine Weile gedauert“, sagt Kai Schmitz.

Schmitz leistete in Frankfurt ein geradezu mörderisches Pensum, weil nach der Matchstrafe für Christian Köllner für die restliche Hälfte des Spiels nur noch vier Verteidiger übrig blieben – Schmitz, Daniel Sevo, Robin Sochan und Eric Wunderlich. „Wir waren zum Schluss platt wie die Flundern“, gab Wunderlich zu.

Zurück zu Alexander Jäger und dem Lob aus der ESBG-Geschäftsstelle in München. Das ist insofern bemerkenswert, weil ausgerechnet Jäger mit seiner revolutionären Idee von zwei möglichen Aufsteigern aus der Oberliga in die zweite Liga für ein tiefes Zerwürfnis zwischen den drei konkurrierenden deutschen Eishockey-Verbänden Deutsche Eishockey Liga (DEL), Deutscher Eishockey Bund (DEB) und ESBG gesorgt hatte. Einem Zerwürfnis, das dazu führte, dass auch während der laufenden Aufstiegsrunde überhaupt nichts klar ist. Nicht einmal, ob denn der Aufsteiger am Ende überhaupt die Spielgenehmigung für die zweite Liga erhält.

Jäger kann, auf dieses leidige Thema angesprochen, keine Entwarnung geben. „Schwarz auf weiß ist nach wie vor nichts formuliert. Ich persönlich gehe davon aus, dass man sich am Ende auf einen Aufsteiger einigt. Und ganz persönlich glaube ich nach wie vor, dass es Relegationsspiele zwischen dem Letzten der zweiten Liga und dem Zweitplatzierten der Oberliga-Playoffs geben wird.“

Jägers letzter Satz kann für die Saale Bulls noch einmal bedeutsam werden. Obwohl sie nach zwei Spieltagen erst einen Punkt auf ihrem Konto haben, sind sie wieder mittendrin im Aufstiegsrennen. „Wir müssen jetzt alle Spiele gewinnen“, ist die einfache Rechnung vom sportlichen Leiter Andreas Werkling. Neben den fest eingeplanten zwei Siegen gegen Rostock würde das bedeuten, dass Siege nach regulärer Spielzeit am Freitag in Bad Nauheim und am Sonntag gegen Frankfurt her müssen. Dann würden, wie im Eishockey üblich, die Spiele gegeneinander entscheiden und gegen Frankfurt hätte man mit dem einen Punkt aus dem Penalty-Schießen einen gewichtigen Vorteil. „Wir glauben wieder an unsere Chance“, sagt auch Präsident Daniel Mischner.


    Dezember 2017
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