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Private Story: Matt Abercrombie – Immer als Vorletzter

Geboren und aufgewachsen ist der 25-jährige Matt im Südosten Kanadas, im Große Seen Gebiet in der Kleinstadt Sarnia, gemeinsam mit seinen Eltern Stephanie und Bill und seiner älteren Schwester Lindsay (26).

Als 4 Jähriger begann er Eishockey zu spielen, genau wie sein Vater Bill, der heute der Präsident des lokalen Eishockeyvereins Sarnia Sting ist. Bereits 2012 hatte Matt zum ersten Mal deutsches Eis unter seinen Kufen, als Gastspieler des ESV Kaufbeuren, auf Einladung von Ken Latta. Schon damals war für Matt klar, dass er sich nach Ende seines Studiums in Kinesiologie auf den Weg nach Deutschland machen will. „Ich habe Freunde aus Kanada, die in Landshut spielen. Sie haben mich zu einer Profikarriere in Deutschland ermutigt.“

Erneut war es Trainer Ken Latta, der ihm diese Option in Halle gab. „Ein kanadischer Trainer macht es für mich natürlich einfacher, schon allein wegen der Kommunikation.“ Fernab vom Eis machen ihm die Sprachbarrieren aber doch ab und an zu schaffen. Gerade im Supermarkt ist es schwierig. Positiv findet er die Atmosphäre in den Bars und Cafés in Deutschland und das dortige Zusammensein mit Freunden. „In Kanada wird der Kaffee oft nur ‚to go‘ getrunken, das ist hier viel geselliger.“ Bamberg, Leipzig, Dresden und Potsdam hat sich Matt bereits angesehen. Ihn begeistern die Architektur und die deutsche Geschichte. Auf dem Reiseplan stehen für ihn noch Berlin und München.

Matt

Seine Lieblingsorte in Halle sind das Restaurant „Zum Schad“ und „Dinea Kaufhof“ (Foto), allein schon wegen der tollen Aussicht. Natürlich fehlen ihm seine Familie und Freunde, mit denen er gemeinsam im Sommer relaxen will. Wenn er kein Eishockeyprofi wäre, würde er als Sporttherapeut und Personal Trainer arbeiten. Im Sommer macht er dafür noch eine spezielle Weiterbildung, um diesen Beruf ausüben zu können. Matt ist eher zurückhaltend und ein sehr entspannter Mensch, der von einer eigenen Familie träumt. Wie auch viele andere Spieler hat er vor und während eines Spiels eine Art Ritual: „Ich ziehe alles zuerst rechts an und betrete nach den Drittelpausen immer als Vorletzter das Eis.“, gibt er amüsiert zu.

Für die Kanadier ist die Atmosphäre während eines Spiels in Deutschland absolutes Neuland, verrät Matt: „In Kanada singen die Fans nicht, dort steht die Show um das Spiel herum eher im Fokus.“ Dass die Fans in Deutschland ihre Spieler bejubeln und sie feiern findet er aber sehr beeindruckend.

 

Matt Abercrombie über…

…Musik: Matt hört alle Musikrichtungen querbeet. Als Einlauftitel eines Boxkampfes würde er „Remember the name“ von Fort Minor wählen. Unter der Dusche singt er nicht, dafür gibt er aber schmunzelnd zu, dass er gern hinterm Steuer singt.

…Filme: Seine Lieblingsfilme sind die Filme aus der Reihe “Das Vermächtnis der Tempelritter”.

…Frauen: Eine Frau muss für Matt ehrlich sein, eine spezielle Art von Humor haben und sie sollte ein Familienmensch sein.

…Reisen: Auf Matts Reiseroute steht London als Ziel ganz oben. Ansonsten zieht er einen Hotelurlaub am Strand einem Road Trip mit Camping vor.

…Rückennummer „90“: Eigentlich gehört die 9 auf sein Trikot, jedoch war diese schon vergeben. Die trägt er schon seit er klein ist und auch sein Vater Bill trug diese Nummer als aktiver Spieler. Die 90 ist sein Geburtsjahr.

…Klischee: Matt hatte Glück, weder beim Zahnarzt noch beim Orthopäden hat er bisher viel Zeit verbringen müssen.

 

Entweder-Oder:

Kino oder DVD? DVD!
Risiko oder Sicherheit? Sicherheit!
Dran bleiben oder sein lassen? Dran bleiben!
Tiefkühlpizza oder selber kochen? Selber kochen!

 

(geschrieben von: Franzi Huhn)


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