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Saale Bulls kämpfen, aber müssen sich durch das dritte Gegentor nur 12 Sekunden vor Abpfiff mit 2:3 gegen Herner EV geschlagen geben (30.10.2016)

 

„Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“ – das waren die ersten Worte unseres Headcoaches Georgi Kimstatsch auf der Pressekonferenz nach dem heutigen Punktspiel gegen den Herner Eissportverein. Und damit sprach er allen Fans aus der Seele, denn die sahen ein wirklich starkes Team, welches den unbedingten Siegeswillen 60 Minuten auf dem Eis zeigten. Leider sollten am Ende Kleinigkeiten und unnötige Strafzeiten das Spiel entscheiden.

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Für die Saale Bulls ging es nach ihrem souveränen Einstieg in das Wochenende auf heimischem Eis mit der nächsten harten Aufgabe weiter, denn zu Gast war die Mannschaft vom Herner EV – dem punktgleichen direkten Tabellennachbarn. Die Bulls hatten in diesem Heimspiel mit einer angespannten Personalsituation zu kämpfen. Denn neben den hart erkämpften drei Punkten hatten sie am Freitag von den Hannover Scorpions leider auch die an der Schulter verletzten Philipp Gunkel und Michal Schön mitgebracht, welche somit neben Marc Petermann und Jan Homer ebenfalls in dieser Partie ausfielen.

Doch bereits am Freitag hatten die Schützlinge von Georgi Kimstatsch bewiesen, dass ihr der frische Wind in Form der Umstellung in der Mannschaft ganz gut tut. Und so spielten sie auch zu Hause befreit auf und setzten die Gäste aus Herne von Beginn an unter Druck. Dabei haben sie über die gesamte Zeit des ersten Drittels mit voller Kraft gearbeitet und wollten so für eine schnelle Führung sorgen. Aber auch die Gäste waren auf Zack und verhinderten dies zunächst erfolgreich. Die Gäste aus Herne versuchten, sich mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit durchzusetzen: als sie z.B. durch eine Strafe in Unterzahl spielen mussten, drehten sie dennoch auf und konnten sich kurzzeitig mit nur vier Spielern im Drittel der Bulls festsetzen.

Diese Aktion überstanden die Hausherren zwar ohne Gegentor, aber die Gäste erzwangen mit einer Strafzeit gegen die Bulls den Ausgleich der Mannschaftsstärke auf dem Eis. Und nicht nur das, denn mit einer weiteren Strafe gerieten die Saalestädter weiter ins Hintertreffen und waren plötzlich mit 3 gegen 5 Spielern auf dem Eis. Doch was der HEV an Kaltschnäuzigkeit kann, können die Bulls schon lange und so schnappte sich Danny Albrecht beim Bully den Puck und zog trotz doppelter Unterzahl vor das Tor von Christian Wendler. Leider wurde sein Alleingang nicht mit dem verdienten Tor gekrönt. So hieß es weiterkämpfen und zu versuchen, die guten Torchancen auch in Zählbares umzusetzen. In der 18. Spielminute war es dann endlich soweit, denn dieses Mal klappte das Überzahlspiel der Hausherren ohne Probleme und Denis Fominych holte mit seinem Treffer die durchaus verdiente 1:0-Führung.

Nach der Pause setzten die Saale Bulls ihren geschlossen Kampf als Mannschaft fort. Doch auch die Gäste kämpften sich nun immer mehr in die Partie und setzten sich mit harten Aktionen im Angriff gegen die Hausherren durch. Deswegen gab es nun auch für Sebastian Albrecht im Hallenser Tor einiges zu tun. Mit ihren schnellen Kontern wurden die Herner immer gefährlicher und konnten in der Folge in der 25. Minute den Ausgleich durch Aaron McLeod erzwingen. So war die Partie wieder offen und es entwickelte sich ein hart umkämpftes Duell auf Augenhöhe.

Ein längeres Getümmel vor dem Tor von Christian Wendler konnte von Danny Albrecht für die erneute Führung genutzt werden. Für die Herner bedeutete dieser Rückstand anscheinend, noch tiefer in die Kiste mit der spielerischen Härte zu greifen und nun um jeden Zentimeter Eis zu kämpfen. Und mit dieser Spielweise konnte sie sich nun auch den nötigen Platz auf dem Eis verschaffen und schossen immer wieder gefährlich in das Drittel der Bulls. Und so zog Sam Verelst mit einer schnellen Kombination vor das hallesche Tor und versenkte den Puck in der linken Ecke. So glichen die Gäste zum zweiten Mal aus, aber der Mittelabschnitt war noch lange nicht zu Ende. Es wurde auf beiden Seiten weiter für die Führung geackert, aber Tore sollten nicht mehr fallen. Doch kurz vor dem Drittelende flogen die Fäuste, da die beiden Torschützen Denis Fominych und Sam Verelst aneinandergerieten.

Für diese Aktion ging es für beide Spieler für 2+2 Minuten auf die Strafbank und die Entscheidung musste beim Stand von 2:2 nun der letzte Spielabschnitt bringen.

Es gab im letzten Drittel zwar gute Chancen für beide Teams, aber der entscheidende Abschluss kam nicht zu Stande. So lief es nach gut 60 gespielten Minuten auf eine Verlängerung hinaus, aber 40. Sekunden vor Abpfiff musste Denis Fominych aufgrund einer doch etwas fragwürdigen Strafe vom Eis. Und nun sahen die Gäste ihre Chance gekommen, welche sie eiskalt auch nutzten – mit dem Tor von Michel Ackers. Nun wäre es mehr als nur ein glücklicher Umstand gewesen, wenn die Bulls in den verbleibenden 12 Sekunden – auch mit Hilfe eines sechsten Feldspielers – noch den Ausgleich hätten erzwingen können. Dies wäre zwar verdient gewesen, blieb ihnen jedoch verwehrt.

Somit müssen sich die Saale Bulls den Gästen aus Herne am Ende doch etwas unglücklich mit 2:3 geschlagen geben. Aber sie haben an diesem Wochenende dennoch gezeigt, dass sie zurück in die Erfolgsspur gefunden haben – das war für jeden Zuschauer in der Halle zu sehen und zu spüren. Sie haben wieder als Team auf dem Eis agiert und standen füreinander ein. Insbesondere die fehlenden drei Defender mussten irgendwie ersetzt werden und dazu trug jeder einzelner Spieler seinen Teil bei. Leider hat am Ende wohl doch etwas die Kraft gefehlt, um das Spiel tatsächlich für sich entscheiden zu können.

Aufgrund des Deutschland-Cups steht nun erst einmal eine längere Spielpause an, die die Spieler vor allem zur Regeneration nutzen werden. Erst in gut zwei Wochen geht es freitags gegen die Black Dragons Erfurt im heimischen Sparkassen-Eisdom weiterweiter.

 

Torschützen:

1:0 Denis Fominych – 18.
1:1 Aaron McLeod – 25.
2:1 Danny Albrecht – 29.
2:2 Sam Verelst – 34.
2:3 Michel Ackers – 60.

Tore: 2:3 (1:0/1:2/0:1)

[RJ / FE]

 

 

 


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