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Saale Bulls sichern sich gegen Essener einen Punkt, müssen sich jedoch im Penaltyschießen geschlagen geben (11.12.2016)

 

Im heimischen Sparkassen-Eisdom ging es für die Saale Bulls nach ihrem punktlosen Auswärtsspiel in Berlin am Sonntagabend gegen die Moskitos aus Essen zu Sache. Und die Vorgabe für diese Partie war auf jeden Fall klar und konnte nur das Zurückfinden in die Erfolgsspur sein. Deswegen hieß über die gesamte Spielzeit konzentriert zu agieren und nicht wieder sinnlose kleine Fehler zuzulassen. Denn genaue diese Fehler hatten sie in den letzten Spielen die Punkte gekostet.

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Mit dieser klaren Vorgabe ging es nun gegen die Gäste aus Essen auf das Eis und beide Mannschaften tasteten sich eine ganze Weile ab. Doch dann ging es in die Vollen und beide Teams stritten sich auf Augenhöhe um jeden Zentimeter Eis. Unter den Tabellennachbarn ging es ordentlich zur Sache und beide Torhüter bekamen einiges was zu tun. Doch nun folgte das gleiche Bild, wie in den letzten Partien auch, denn das Torglück war den Hausherren einfach nicht gegönnt. So konnte sie ihre vielen hochkarätigen Chancen einfach nicht in Tore umsetzen. Aber auch im Gegenzug hielt Sebastian Albrecht sein Tor sauber.

Dies lief die ersten 13. Minuten so ab, bis die Essener plötzlich einen Weitschuss der Bulls abfingen und mit einem Konter zum schnellen Gegenschlag ausholten. Diesen führte Niklas Hildebrand dann auch erfolgreich zu Ende. Doch bei diesem Angriff schien es nicht nur Torschüsse gegeben zu haben, denn direkt nach dem Treffer gerieten Kai Schmitz und Dominik Patocka mit den Fäusten aneinander. Diese heftige Auseinandersetzung musste von den Offiziellen getrennt werden und Hauptschiedsrichter Jörg Edler griff für diese Aktion nun sehr tief in die Strafentasche, denn Kai Schmitz (Halle) wurde mit einer 5-Minuten-plus-Spieldauer-Strafe gleich zum Duschen geschickt, Patocka (Essen) kassierte eine 2-plus-2-Minuten-Strafzeit. So ging es auf dem Eis mit 4 gegen 4 Spielern weiter, aber auch die größeren Räume brachten auf beiden Seiten keine zählbaren Ergebnisse.

Die Bulls überstanden ihre Spieldauerstrafe und eine zwischenzeitliche weitere Strafe ohne weitere Gegentore, aber sie rannten nach wie vor einem Rückstand hinterher. Dies brachte Unruhe in den Angriff und viele ihrer weiteren Aktionen konnten nicht zu Ende gefahren werden. Deswegen ging es mit diesem Rückstand auch im zweiten Abschnitt weiter.

In diesem wollten die Hallenser nun mit ordentlich Druck den Ausgleich holen, aber für sie war weiter das Tor von Roßberg wie zugenagelt Dies endete erst in der 24. Minute und im Sparkassen-Eisdom brandete auch schon Jubel auf, als der Puck endlich im Essener Tor landete. Doch Hauptschiedsrichter Edler entschied auf kein Tor („Schlittschuhtor“). Er pfiff die Partie jedoch nicht ab, was eigentlich folgerichtig gewesen wäre, sondern ließ weiterlaufen. Diese Situation nutzten die Essener für einen schnellen Konter, welcher ihnen sogar das 2:0, geschossen durch Andrej Bires, bescherte. Doch auch diese fragwürdige Entscheidung ließ die Bulls nicht resignieren und stachelte sie eher noch mehr an. Das ausgerufene Motto „Jetzt erst recht“ war mehr als deutlich zu spüren und erhöhte den Druck auf die Gäste aus Essen. Diese reagierten darauf mit einer härteren Gangart auf dem Eis und kassierten dafür nun auch vermehrt Strafzeiten. Doch zunächst konnten die Bulls dies nicht für sich nutzen, ihre Angriffe scheiterten entweder am gegnerischen Goalie oder mehr als einmal am Pfosten.

Erst in der 36. Minute sprintete Maximilian Schaludek los und versenkte die Vorlage von Tobias Schmitz in der Ecke des Essener Tores. Mit dem Anschlusstreffer im Rücken spielten die Hausherren nun noch befreiter auf und zogen ein ums andere Mal in das Drittel der Essener. Nachdem die Torschüsse dort wieder ohne Erfolg endeten, rechneten aber alle schon mit dem Drittelstand von 1:2, doch dann zog Danny Albrecht 51 Sekunden vor dem Pausenpfiff noch einmal aufs gegnerische Tor. Dort wurde er zwar unsanft zu Fall gebracht, aber noch während des Fallens zog er ab und holte so den verdienten Ausgleich.

Damit war beim Stand von 2:2 im letzten Abschnitt wieder alles offen und entsprechend offensiv gingen auch beide Teams zur Sache. Beide suchten ihr Glück im Abschluss und schenkten sich nichts. Es war der erwartete Kampf auf Augenhöhe. Etwas Zählbares konnte jedoch keiner von beiden mehr für sich verbuchen. Gekämpft wurde aber bis zur letzten Sekunde, und im Kopf hatten sich auch schon beide Mannschaften auf die nun folgende Overtime eingestellt, als ein Essener Spieler nach einem Zweikampf kurz auf dem Eis liegen blieb. Zunächst war keine Strafe angezeigt, aber als der Spieler anzeigte, dass er bei der Aktion verletzt wurde, erntete Jakub Wiecki nur 1,8 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit eine 5-plus-Spieldauerstrafe wegen hohem Stock.

Dies hieß natürlich, dass Halle die gesamte Overtime in Unterzahl spielen musste und der klare Vorteil lag nun bei den Gästen aus Essen und sie setzten sich mit ihren vier Spielern auch über lange Zeit im Drittel der Bulls fest. Aber diese bewiesen Kampfgeist und verteidigten, was das Zeug hielt. Dieser Kampfgeist wurde zunächst belohnt und man konnte sich nach 5 Minuten Unterzahlspiel ins Penaltyschießen kämpfen. In diesem konnte sich jedoch für Halle nur Danny Albrecht mit einem Treffer durchsetzen, wohingegen für die Essener Michal Velecky gleich zweimal treffen konnte.

So blieb es dann doch bei der Niederlage nach Penaltyschießen und die Saale Bulls beenden das Wochenende leider nur mit einem. Punkt. Am kommenden Wochenende werden sie aber wieder angreifen und alles für eine maximale Punkteausbeute tun. Zum nächsten Spiel geht es dann wieder „auf Reisen“, es warten die Harzer Falken in Braunlage auf die Saale Bulls.

 

Torschützen:

0:1 Niklas Hildebrand – 13.
0:2 Andrej Bires – 24.
1:2 Maximilian Schaludek – 36.
2:2 Danny Albrecht – 40.
2:3 Michal Velecky – Penaltyschießen

Tore: 3:4 n.P. (0:1/2:1/0:0/0:0/1:2)

 


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