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mz-web.de: Vertragsverlängerung Dreifachbelastung für Alexander Zille

 

Von Fabian Wölfling

Halle (Saale) – Das Vorbild ist nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. „Philipp Lahm“, antwortet Alexander Zille auf die  Frage, welche Menschen ihn inspirieren. Ein Fußballer also und kein Kufen-Crack, wie man es bei einem Spieler des Eishockey-Oberligisten  Saale Bulls vermuten würde.  „Lahm steht zwar nicht so im Vordergrund wie andere Spieler, aber er bringt seit Jahren seine Leistung auf konstant hohem Niveau“, sagt Zille über sein Vorbild.

Das ist dann auf den zweiten Blick auch gar nicht mehr so ungewöhnlich. Denn auch Zille steht bei den Bulls nur selten im Vordergrund, zeigt aber trotzdem seit Jahren konstant Leistung. Und es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Zille und seinem Vorbild – die Vereinstreue. Lahm geht für den FC Bayern in seine zwölfte Saison, Zille wird für die Bulls seine elfte Spielzeit absolvieren. Am Dienstag gaben die Hallenser die Vertragsverlängerung  mit dem 32-Jährigen für ein weiteres Jahr bekannt.

Ausbildung als Pfleger

Lange musste Zille über diese Verlängerung nicht nachdenken: „Ich habe hier meine Ausbildung und meine Familie und fühle mich auch als Hallenser“, sagt der gebürtige Dresdner. Da kam ein Wechsel eigentlich nie infrage. „Von meiner Seite war es klar, und als dann von Georgi das Signal kam, dass er mit mir plant, haben wir uns schnell geeinigt.“

Klar, dass Bulls-Trainer Georgi Kimstatsch auch in der nächsten Saison mit  „Vati“, wie  Zille nur genannt wird, plant. Und der Spitzname passt irgendwie besser denn je. Zille hat 521 Spiele für Halle absolviert, ist der drittälteste Spieler im Kader nach Jörg Wartenberg und Jan Homer – also sozusagen der Vater der Kompanie.  Und er ist eine  Identifikationsfigur.

Dass Alexander Zille der einzige verbliebene Halbprofi im Kader ist, ist deshalb verkraftbar. Parallel zum Eishockey absolviert er eine Ausbildung zum Altenpfleger, hat  noch ein Jahr vor sich. Dazu ist er seit vergangenem November Vater, Freundin Julia, die bereits eine Tochter hatte, brachte Lotta Marie zur Welt. „Inzwischen kann sie sich schon hochziehen und krabbeln“, erzählt Zille stolz.

Traumziel: Aufstieg

Bleibt da genug Zeit für den Sport? „Ich kriege das alles unter einen Hut“, beruhigt Zille. Auch weil sein Arbeitgeber, der Pflegedienst Biene, viel Verständnis zeigt, ihm für Spiele und Training Freiraum schafft. „Das ist nicht selbstverständlich“, weiß Zille. Daher würde er nach Ende seiner Ausbildung auch gerne bleiben.

Vielleicht setzt Zille dann aber auch  ein Jahr aus: „Meine Freundin fängt im November wieder an zu arbeiten. Ich überlege, ob ich nach meiner Ausbildung Elternzeit nehme und mich neben den Kindern nur auf Eishockey konzentriere.“

Mit den Saale Bulls hat Zille nämlich noch ein großes Ziel. „Ich möchte gerne in die zweite Liga aufsteigen“, sagt er. (mz, 20.08.2016)


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